Der Besuch in der Bibliothek des Melanchthon Gymnasiums war Anbetracht der Hitze mit sieben Teilnehmern gut gewählt. Hier schlummern Preziosen aus dem 15. Jahrhundert. Das älteste von 1463. Wir waren beeindruckt. Herr Geißendörfer erzählte von den Projekten mit den Schülern, die er an die Prachtstücke heranführt. Anschließend gab es seitens des Schuldirektors Herrn Dr. Hermann Lind eine Exkursion in die Zeit von Philipp Melanchthon. Das Gymnasium gilt als das älteste im deutschsprachigen Raum. Vorher gab es wohl Latein an Schulen, aber unser Namensgeber führte zusätzlich Mathematik ein, um für die Universitäten besser vorbereitet zu sein. Mit Elf verlor Philipp seinen Vater und Großvater, zu denen er ein prächtiges Verhältnis hatte. Daraufhin wuchs er bei seinem Onkel Reuchlin, der seiner Zeit als der „Griechisch Papst“ nördlich der Alpen galt, in Pforzheim auf. Er lernte altgriechisch, war mit 29 schon Schuldirektor und der beste Wegbegleiter von Martin Luther.

Es war ein abendfüllender Vortrag, bei dem wir evtl. Gemeinsamkeiten für Projekte mit dem Gymnasium finden könnten.

Der Abend klang im Metropolis um 22:30 Uhr aus.

Florian Pittroff